Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf (Eder)
Im Frühjahr 1927 wurde im damaligen Hotel Schäfer die Freiwillige Feuerwehr Allendorf (Eder) gegründet. Bis dahon gab es nur
eine Spritzenmannschaft, die den Status einer Pflichtfeuerwehr hatte.
Zum Wehrführer wählte die Versammlung Friedrich Strieder („Holengersch“), der sein Amt bis 1941 ausübte. Nachfolger (bis 1950)
wurde August Heß („Engelengersch“). Die darauf folgenden zwei Jahre leitete Rudolf Mütze (später Dodenau) die Wehr, dem
Karl Henkel („Effer“) folgte. Dieser hatte das Amt bis 1970 inne und wurde nach der Gebietsreform zum ersten Ortsbrandmeister
der Großgemeinde ernannt. Neuer Wehrführer wurde Franz Schwarz.
1975 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet und Harald Noll offiziell zum Wehrführer, Wolfgang Henkel zu seinem Stellvertreter
gewählt. Harald Noll leitete die Wehr über 20 Jahre, bis er schliesslich 1995 nicht mehr kandidierte. Sein Nachfolger wurde
Joachim Arnold, stellvertretender Wehrführer Stephan Noll. Harald Noll wurde später vom Gemeindevorstand zum
Ehrenwehrführer ernannt.
Ein Meileistein in der Vereinsgeschichte war die Fahnenweihe (1980). Im gleichen Jahr wurde die Freiwillige Feuerwehr in das
Vereinsregister eingetragen. 2000 wurden die Funktionen Wehrführer und Vorsitzender durch eine Satzungsänderung getrennt.
Wehrführer wurde Erhard Schneider, Vorsitzender Stephan Noll.
1961 erhält die Wehr das erste moderne Löschfahrzeug („LF 8“), das damals 29.000 DM kostete. Die Presse schwärmte damals
von Allendorf (Eder) als „modernste Wehr im oberen Edertal“. Im Juni 1975 kam ein zweites Löschfahrzeug, („TLF 16/25“ ; Kosten:
120.000 DM) hinzu. Dieses Fahrzeug verfügt über einen eingebauten Löschwassertank mit 2.500 Litern Fassungsvermögen. Nur
ein Jahr später bezieht die Feuerwehr das neue Feuerwehrgerätehaus in der Riedwiese zwischen Allendorf (Eder) und Battenfeld.
Nach 20 Dienstjahren wird 1981 das alte „LF 8“ durch ein modernes (Kosten: 90.000 DM) ersetzt.
Zu unzähligen Einsätzen wird die Feuerwehr Allendorf (Eder) gerufen. So suchen die Feuwehrmänner im März 1978 nach einem
im Hochwasser führenden Linspher-Bach ertrunkenen 5jährigen Kind, das schliesslich aus dem Rennertehäuser Mühlgraben
geborgen wird. Bei einigen Grossbränden wurde nachbarliche Löschhilfe geleistet. Im Gedächtnis bleibt auch der Unfall eines Pkw
mit einem Tanklastzug auf der B 236, der 1987 ein Todesopfer forderte, sowie der Absturz des Verkehrsflugzeuges der Firma
Viessmann 1995, dem beide Piloten zum Opfer fielen.
2002 feierte die Feuerwehr Allendorf (Eder) 75-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr wurde auch ein neues „TLF 16/25“-
Löschfahrzeug (Kosten: 310.000 DM) übergeben, das das bisherige Fahrzeug nach 26 Jahren ersetzt hatte.
Im Jahr 2006 wurde über das Land Hessen als Katatrophenschutzfahrzeug als LF 10/6 beschafft, das unser LF 8 aus dem Jahr
1981 ersetzte.
2007, zum 900 jährigen Jubiläum der Gemeinde Allendorf, wurde das Fest „Linspher in Flammen“ erstmals ausgerichtet und im
Jahr 2009 wiederholt. Beide Veranstaltungen fanden sehr großen Zuspruch und Lob in der Bevölkerung. Eine Wiederholung des
Festes findet in unregelmäßigen Abständen statt.